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Samstag, 10. März 2012

Der Ursprung des Horrors

H.P. Lovecraft ist nicht nur Erfinder des Cthulu-Mythos, er hat auch das Horror-Genre zu dem gemacht, was es heute ist. Klar, es handelt sich um Trivialliteratur, aber sie ist dabei durchaus anspruchsvoll. Lovecraft bediente sich einer sehr gediegenen Sprache, seine Charaktere waren gebildete Menschen, die auch die einzigen waren, die es mit den Schrecken der Großen Alten zu tun bekam. Lovecraft schrieb gern im Dunkeln; schrieb er tagsüber, dunkelte er sein Zimmer ab und nutzte elektrisches Licht. Er liebte Katzen, hatte selbst ein ziemlich arrogantes Beispiel dieser Gattung auf seinem Schoß liegen, während er schrieb. Franz Rottensteiner beschrieb dieses Wesen als ein sehr einnehmendes.  Lovecraft blieb einmal die ganze Nacht auf, damit die Katze nicht von seinem Schoß wich. Er verharrte dazu in der selben Haltung wie am Tag davor. Zudem ging er nachts desöfteren in Gegenden spazieren, die Menschen gewöhnlich selbst tagsüber mieden. Laut seinen Briefen sei ihm dabei nie etwas passiert.

Mittlerweile gibt es seine Literatur im Netz frei verfügbar, da der Herr im Jahr 1937 verstarb. Das heißt seine Bücher und Geschichten unterliegen nicht mehr dem Urheberrecht. Als Einstieg empfehle ich  
"Der Flüsterer im Dunkeln".  Gibt es auch als Hörbuch mit den Stimmen der Synchronsprecher von Johnny Depp und Sean Bean - sehr zu empfehlen für unterwegs.


Mittwoch, 1. Februar 2012

Nichts Neues im Blätterwald

Jedes Mal, wenn ich einen Kiosk, Zeitungs- oder Buchladen besuche komme ich ins Grübeln. Man besieht sich die Titel und guckt sich die Inhaltsangabe im Einband an. Langweilig! Die Titel schrecken mich dann auch eher ab. Nichts interessantes. Auf den Bestsellerlisten finden sich Gefühlsduselsachbücher,  die 100ste Deutschlandreise und Politiker, die von ihrem schwierigen Leben erzählen - Wie toll sie sind und wie doof alle anderen. Egoliteratur - und der Leser soll das dann mit einem demütigen "So will ich auch werden!" bestätigen. Es gibt eine einzige Biographie, die ich wirklich empfehlen kann:

Stephen King: Das Leben und das Schreiben

Ansonsten muss ich ehrlich sagen, dass es keinerlei Reihen gibt, die mich derzeit interssieren. Sonste lese ich gern mal Science-fiction oder Fantasy-Romane, auch mal Krimis, wenn sie gut sind. Ganz selten nehme ich ein Sachbuch in die Hand und klassische Literatur wie Goethe, Hegel oder neuerdings auch Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe lese ich von der Uni aus, weil das im Stoff enthalten ist. Eine Freundin von mir liest diese Vampirgeschichten, die leider dank Twilight in Mode sind. Offensichtlich kaufen das Menschen. Wer früher Wolfgang Hohlbeins Ctulhu-Mythos( der ja eigentlich von H.P. Lovecraft stammt) geslesen hat, der muss sich nur vorstellen, das jetzt in ziemlich komprimierter Fassung in solchen Büchern wiederzufinden. Nur schlechter. Den Literaten von heute fällt nichts mehr ein, es wird fleißig kopiert. Kein Wunderm dass Mensch dafür kein Geld mehr ausgeben will.